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Kinder und Hunde oder die mentale Führung

   

Zwei Themen beschäftigen mich immer mehr: Wie bringe ich Kindern unter Beachtung ihres Alters und ihrer Lernfähigkeit den friedlichen Umgang mit Hunden bei und wie kann ich dabei - wie bei Erwachsenen - ihnen das mentale Kommunizieren mit ihrem vierbeinigen Partner beibringen? Es gibt mindestens drei gute Gründe, wieso man Kindern diese Kommunikationsmöglichkeit näher bringen sollte:

  • Kinder glauben (übrigens mit Recht), dass man mit Tieren reden kann, ohne eine Sprache zu benützen. Schnell reagieren sie auf die mentale Führung.
  • Kinder sind aber umgekehrt nicht in der Lage, es physisch mit der Körperkraft eines ausgewachsen Hundes aufzunehmen. Also muss es anders gehen!
  • Aus Unwissenheit oder falschem Verhalten - das ihnen oft von ihren ebenfalls unerfahrenen oder ängstlichen Eltern vorgeführt wird - sind sie oft das Opfer von Beissereien mit verunsicherten Hunden.

Was kann man dagegen tun?

  • Bereits im Kindergarten oder in der Unterstufe sollte man ihnen beibringen, was bei Hundebegegnungen zu beachten ist. Leider sperren sich in überwiegenden Fällen entweder die zuständige Behörde oder die Lehrer (wegen Mehrarbeit?). Offenbar ist es ihnen zu wenig klar, dass besonders Ausländerkinder keine Gelegenheit hatten, sich unbeschwert einem Hund zu nähern. Leider haben auch die Geschehnisse in der Vergangenheit nicht zu einem Umdenken geführt! Das ist meines Erachtens absolut kurzsichtig und fahrlässig!
  • Viele Eltern tun sich - oft auch auf Wunsch der Kinder - einen Hund zu, ohne sich selbst genügend mit den Konsequenzen auseinander zu setzen. Meist wird der Mutter die Verantwortung und ein zusätzlicher Arbeitsaufwand überbürdet, womit sie oft überfordert ist. Besonders bei kleinen Hunden und sog. "gutmütigen" Familienbegleithunden werden die von ihnen ausgehenden Gefahren unterschätzt. Tatsache ist aber, dass die Mehrzahl aller Hundebeisserein von sog. unproblematischen Hunden (wie u. a. dem Golden Retriever) im häuslichen Umfeld geschehen.
  • Kinder wissen noch nicht, was der Hund mag resp. ablehnt. Man muss es ihnen erklären, wieso sie u. a. nicht in die Augen starren oder wegrennen sollen.
  • Man soll den Kindern erklären, dass Hunde Gedanken lesen können, also merken, wenn man Angst hat.
  • Sie sollten wissen, dass sie schlafende Hunde in Ruhe lassen und sie auch nicht beim Fressen stören sollen. Anderseits gibt es nichts Schöneres, als wenn man einem Kind erfolgreich beibringen kann, unter unserer Aufsicht mit dem Hund stressfrei spazieren zu gehen, ohne dass er wild zieht. Ich erlebe auch immer wieder mit Vergnügen, dass Kinder mehr über unsere Hunde wissen möchten, und dass sie gerne in die Hundeschule kommen.