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Was bringen die Plauschgruppen?

   
Der Besuch einer Plauschgruppe mit verschiedensten Rassen und Grössen sollte jedem ernsthaften Hundebesitzer selbstverständlich sein. Wieso? Der Hund lernt dort auf einfache Weise sein Sozialverhalten der Gruppendynamik anzupassen, d. h. er bewegt sich in einer "Meute" von Hunden und Menschen. Kann er sich nicht anpassen, so bleibt er ein Aussenseiter, wird zum Beispiel nicht zum gemeinsamen Spielen aufgefordert. Ängstliche Hunde lernen bald, dass nicht jeder Hund ihnen an den Kragen will.


In der heutigen, vorwiegend hundeunfreundlichen Umwelt erscheint mir ein gutes und problemloses Verhalten des Hundes gegenüber anderen Hunden und Nicht-Hunde-haltern als überaus wichtig, zweifellos wichtiger als prüfungsgemässer Körperkontakt mit seinem Hunde-besitzer. Was nützt uns ein Hund, der seinem Besitzer perfekt gehorcht, solange keine anderen Hunde sich in seine Nähe wagen. Bei uns lernen die Hunde primär, freundlich gegenüber Menschen und Hunden zu ein. So können wir sie vermehrt und unbesorgt frei laufen lassen.



Doch auch wir Hundehalter lernen einiges in den Plauschgruppen. Wir sehen bald, wo unser Training eine Vertiefung verlangt. So sollten wir den Hund auch dann abrufen können, wenn er gerade so schön mit einem anderen Vierbeiner spielt oder im Rudel davon stürmen will. Das Rudelverhalten weicht erheblich ab vom Normalverhalten, wenn wir also alleine mit ihm unterwegs sind. Doch sind wir sicher, ob er beim nächsten Treffen mit einem Hund auch noch abrufbar ist, oder ob wir ihm nachstürmen müssen? Wie oft können wir diese und ähnlich ungemütliche Situationen erle-ben oder beobachten…



Wenn Sie also nicht unbedingt einen sklavisch gehorsamen Hund als Ihren Partner wünschen, sondern mit ihm gemeinsam unterwegs viel Spass erleben wollen, sollten Sie dem Sozialverhalten mehr Aufmerksamkeit schenken als der perfekten, SKG-prüfungsreifen Unterordnung. Deshalb gehen wir in unserer Hundeschule bewusst den Weg einer lockeren und lustbetonten Ausbildung - auch wenn wir immer wieder von "Profi-Hündelern" belächelt werden. Ebenso wenig mögen wir Herumschreien oder Strafen. Klar ist auch, dass Sie bei uns keine Schutzhund- oder gar "Kampfhund-Ausbildung" haben können!