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Rollstuhlfahrer mit Hunden

Man weiss seit Längerem, dass Hunde auf Menschen einen positiven Einfluss haben, beeinflussen sie doch zweifellos deren Lebenseinstellung und erleichtern den Kontakt zur Umwelt. Dies gilt in noch weit grösserem Mass für Invalide, deren Lebensqualität deutlich eingeschränkt ist. Dazu kommt, dass der „Normalmensch“ oft unsicher ist, wie er einem Invaliden gegenüber auftreten soll. Soll er ihm in einer gewissen Situation seine Hilfe anbieten oder gar aufdrängen, was nicht immer gewünscht wird, da Invalide gerne ihre Selbstständigkeit wahren?

Diese Fragen drängen sich besonders auf im Umgang mit Rollstuhlfahrerinnen und -fahrern mit Hunden. Wer einmal mit einem Rollstuhlfahrer unterwegs war, weiss, dass unsere Umgebung voller Tücken für Behinderte ist. So sind noch lange nicht alle Liegenschaften, Verkehrsmittel, Geschäfte und Restaurants rollstuhltauglich. Noch schwieriger, wenn ein Hund mitgeführt wird.

In letzter Zeit haben vermehrt Behinderte im Rollstuhl mit Hunden bei der OHPS -Hundeschule Wallisellen angefragt, ob sie hier eine Ausbildung zum Hundeführer absolvieren können. Dabei handelte es sich sowohl um Welpen – die noch ohne jegliche Ausbildung waren – wie auch um adulte Hunde, die oft aus einem Tierheim stammen und deren Vorgeschichte man selten kennt. Da können zusätzlich Verhaltensprobleme auftreten. Da die sonst wichtige Körpersprache bei der Kommunikation Invalider-Hund wegfällt, müssen andere Wege beschritten werden, um eine harmonische Zweier-Beziehung aufzubauen. Sachkenntnisse sind unumgänglich. Hier kann eine Hundeschule helfen.

Die bisherigen Erfahrungen sind rundum positiv! Unser Konzept beruht darauf, dass in Einzelstunden die entsprechende Hundeausbildung schrittweise und stressfrei für Mensch und Hund vermittelt wird. Voraussetzung ist auch, dass diese Schulung nicht auf einem abgetrennten, wirklichkeitsfremden Hundeplatz, sondern auf öffentlichem Grund stattfindet, da hier der Rollstuhlfahrer am meisten Probleme hat. Man denke an die Wichtigkeit eines zuverlässigen Laufens mit oder ohne Hundeleine und Abrufens des mit anderen Vierbeinern spielenden Hundes – was Letzteres für sein Sozialverhalten unumgänglich ist. Parallel zu den Einzelstunden wird dann in unterschiedlich anspruchsvollen Plauschstunden mit andern Hunden das Gelernte vertieft. Natürlich darf das Spielen dabei nicht fehlen. Wir integrieren die Behinderten bewusst in die „normalen“ Plauschstunden, wo also die übrigen Hundebesitzer mit ihren Hunden arbeiten. Es erstaunt immer wieder, mit wie viel Respekt und Toleranz dabei aufeinander zugegangen wird. Es wird mir immer wieder bestätigt, dass diese Zusammenarbeit für beide Seiten äusserst positiv empfunden wird, da so Unsicherheiten abgebaut werden.

Wir möchten nun diese fruchtbare Zusammenarbeit vertiefen und konstituieren. So soll im Rahmen der OHPS-Hundeschule Wallisellen nicht nur die Ausbildung für Familienbegleithunde – deren Halter Rollstuhlfahrer sind – ausgebaut werden, sondern auch bei allen weiteren OHPS-Aktivitäten diese Hundehalter-Gruppe voll integriert werden. Das gilt nicht nur für die Weiterbildungsmöglich-keiten, sondern auch Plausch-Hundeparcours, OHPS-Wochenenden in den Bergen, und – last but not least – Hunde- und Badeferien in Senj/Kroatien. Damit wollen wir bewusst mithelfen, die Lebens-qualität der Behinderten mit Hunden zu verbessern!

Wir würden uns ausserordentlich freuen, wenn weitere rollstuhlfah- rende Hundehalter bei uns mitmachen würden. Sie sind jederzeit willkommen.






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Dieser Welpe lernt hier, dass auch andere Zweibeiner nett sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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Dieser Welpe weiss Bequemlichkeiten zu schätzen.

 
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Wichtig für die Sozialkompetenz des Hundes ist die Begegnung mit andern Hunden…

 
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…aber auch das FREI FUSS, wobei der Hund möglichst nahe neben dem Rollstuhlfahrer gehen sollte, besonders dann, wenn andere angeleinte Hunde entgegen kommen.

 
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Der Hund muss unbedingt lernen im Auto zu warten, bis sein invalider Halter bereit ist – was oft geraume Zeit dauert.

 

 
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