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Meine Philosophie

Harmonische Mensch-Hund-Beziehung

Bis in die jüngste Vergangenheit war die Beziehung zwischen Hund und Mensch ausschliesslich vom letzteren geprägt. Erstaunt es dann, wenn der Hund nicht gehorcht oder gar zum frustrierten, freudlosen Problemhund wird?

 
 

Wie oft werden Hunde von uns Menschen zu einem Tun gezwungen, das ihrem Verständnis von Partnerschaft und Meute-Hierarchie mehr oder minder widerspricht? Oft wird dabei hundespezifisches Verhalten unterdrückt. Wir wollen stets, dass der Hund uns sofort gehorcht (so zum Beispiel das Abrufen beim Zusammentreffen zweier Hunde). Wir sprechen dann stolz von Unterordnung und definieren uns selbst als Hunde-Autorität mit Vorzeige-Qualitäten. Den Hunden wird versagt, sich ohne Zeitzwang und Stress kennen zu lernen. Wenn es dann dennoch zu einer Rauferei kommt, haben wir Pech gehabt - denn wer hinterfragt gerne seine Erziehungsmethoden?

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Diese Betrachtungsweise dürfte wenig mit einer echten Mensch-Hund-Beziehung zu tun haben. Wir erlauben im obigen Beispiel kaum das gegenseitige Beschnuppern und Festlegen der Rangordnung. Dominantes Hunde-Auftreten - nicht zu verwechseln mit aggressivem Verhalten - wird meist als Beweis angeführt, dass der Halter seinen Hund nicht unter Kontrolle hat. Mehr oder weniger freundlich erteilte Ratschläge werden ausgetauscht und eskalierend erwidert. Richtiger wäre es, den Hunden etwas Zeit zu lassen und zu erlauben, auf ihre Art die Begegnung zu gestalten. Dann wird ein Spaziergang zu einer stresslosen, beidseitig beglückenden und harmonischen Mensch-Hund-Angelegenheit.

 
 

Wir legen in unserer Hundeschule Wert darauf, die neuesten Erkenntnisse der Verhaltensforschung zu berücksichtigen und verweisen deshalb an allen Veranstaltungen auf mögliche stressabbauende Mechanismen.