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Im Juli 2007 haben wir die neu gestaltete Homepage aufgeschlagen. Jetzt im März 2009 ist es wieder Zeit, an deren Überarbeitung zu gehen, denn in unserer Hundeschule hat sich einiges verändert und auch unsere Hundewelt ist in arge Bewegung geraten. Diese zeit- und kostenaufwendige Aktualisierung drängt sich auch auf, wenn wir die Besucherzahlen näher betrachten. Haben vom März 2004 bis zum Juli 2007 die ursprüngliche Homepage ungefähr 12'000 Interessenten – also rund 10 pro Tag – aufgesucht, so waren es auf der neuen Homepage im Zeitfenster Januar bis Dezember 2008 14'000 Besucher, oder rund 40 Besucher pro Tag! Dabei wurden knapp 110'000 Seiten aufgesucht. Ein toller Zuwachs, der mich freut und motiviert weiter zu machen. Den treuen Besuchern gilt mein uneingeschränkter Dank!
Doch nun zu einigen Schwerpunkt-Themen, die mich beschäftigen und die sich in meiner Homepage niederschlagen:
Die politische Auseinandersetzung mit Hunden und deren Haltern hat eine fatale Richtung eingeschlagen, was das Zusammenleben mit unseren Hunden zweifellos erheblich erschwert. Parteien, Politiker wie Medien stürzen sich auf Hundethemen, oft mit wenig Sachkenntnis. Über neue Hundegesetze wurde in vielen Kantonen oder auf Bundesebene abgestimmt. Hunderassen wurden kurzerhand verboten, obwohl selbst kompetente Fachleute immer wieder betonten, dass dies die Grundprobleme nicht löse. Leinenzwang und Maulkorbtragen wurden vielerorts eingeführt. Drakonische Bussen drohen, wenn man beim Übertreten dieser Vorschriften erwischt. Die Angst vor „bösen und gefährlichen“ Hunden hat zu dieser unerfreulichen und wenig sinnvollen Entwicklung geführt. Ich bin wie andere Kynologen überzeugt, dass die neuen Gesetze, Verordnungen und die nun obligatorischen Hundehalterkurse am Ziel vorbei schiessen. Denn wer diese Regelungen umgehen will, tut sich nicht schwer, da die zuständige Administration nur stichprobenweise kontrollierend eingreifen kann. Unfälle wie in Oberglatt werden nicht ausbleiben! Das Rotlichtmilieu lässt grüssen, denn mit andern „gefährlichen“ Hunderassen lässt sich weiterhin dem Ego frönen. Die Angst weiter Kreise wird also bleiben. Doch mehr darüber später auf meiner Homepage.
Was lässt sich generell gegen diese unglückliche Entwicklung tun?
Zuerst gefordert sind wir Hundehalter selbst. Wir müssen alles tun, dass unsere Hunde nicht unangenehm auffallen. Der Besuch einer guten Hundeschule ist sinnvoll.
Der Sozialkompetenz des Hundes ist grösste Aufmerksamkeit zu schenken. Hundebegegnungen sollten möglichst oft stattfinden. Ideal ist dies, wenn sich Hunde frei begegnen können. Denn so verhalten sie sich entsprechend ihrer gen- und rassenspezifischen Veranlagungen. Um es klar und deutlich auszudrücken: Hunde sind nicht generelle Raufer, die sich auf Hunde und Menschen stürzen. Schuld daran ist meist der Halter, der es u.a. unterlassen hat, seinem Hund im richtigen Alter beizubringen, dass mehr Spass im Hundeleben herrscht, wenn er sich gesittet benimmt. Doch auch dazu mehr später auf dieser Homepage.
Zusammenfassend meinen ich und viele andere Fachleute, dass sich frühere Hundeerziehungsprogrammen zu sehr auf FUSS, HIER, SITZ, PLATZ und andere Unterordnungsübungen eines preussischen Drills konzentrierten; im Gegensatz dazu sind wir überzeugt, dass heute primär der Schwerpunkt auf das Sozialverhalten, also auf das konfliktfreie Beisammensein und auf die Begrenzung hunderelevanter Freiräume, was sich gegenseitig beeinflusst, gelegt werden soll. Dass Gewalt in irgendeiner Form hier nichts zu suchen hat, sollte nun sattsam bekannt sein und wird in meiner Hundeschule konsequent beachtet. Ich schliesse mich der Meinung eines Kollegen an, dass die Verantwortung für einen Hund zu übernehmen die Fähigkeit beinhaltet, zu erkennen, wann und wie in sein Verhalten
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eingegriffen werden sollte, ebenso Defizite in der Hundehaltung – was auch die eigene Person betrifft! – zu erkennen und sich damit seriös auseinander zu setzen. Das versuchen wir täglich in unserer Hundeschule. Leider nicht immer und jederzeit mit Erfolg, Pannen und Rückschlägen ärgern auch uns. Dafür möchte ich mich bei allen Betroffenen entschuldigen und um Nachsicht bitten. Ganz gemäss dem neuen US-Präsidenten Obama: Ja – gemeinsam schaffen wir es!
Zum Abschluss möchte ich noch die erfolgreichste Hunde-Trainerin und - Autorin in England, Jan Fenell, aus ihrem höchst lehrreichen Buch „Mit Hunden sprechen“ zitieren:
„Tatsache ist, dass jeder Idiot einen Hund verderben kann. Aber um ein glückliches und zufriedenes Haustier grosszuziehen, bedarf es eines echten Hundeliebhabers“.
Last-but-not-least: Besonders danken möchte ich Arnold Wille, der meine Texte kritisch und kompetent durchgeht, und Hanspeter B. Greuter, der mit viel Geschick und Geduld meine meist unter Zeitdruck stehenden Updates aufschaltet und die so erfolgreiche Homepage betreut. Nicht vergessen möchte ich auch alle meine mir freundlich gesinnten Zwei- und Vierbeiner!
In diesem Sinne verbleibe ich
Ihr Oskar F. Stahel
Im Frühling 2009

Alle Vierbeiner friedlich auf einem Baumstamm beweist die hohe Sozialkompetenz

Jugendliche ab ca. 12 Jahren können gut mit Hunden arbeiten. Deshalb sind sie gerne bei Oskar gesehen. Ihm macht es Spass, sein Wissen an sie weiter zu geben.
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